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Pflegeeinstufung Modul 5 Teil 1: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

 Pflegeeinstufung Modul 5    

Häufigkeit der Hilfe (Anzahl)

Kriterien (Bitte die Häufigkeit der Hilfe angeben)

Entfällt

Selbstständig

Pro Tag

Pro Woche

Pro Monat

1.Medikation

         

2.Injektionen (unter die Haut oder in einen Muskel)

         

3.Versorgung intravenöser Zugänge (z. B. Port)

         

4.Absaugen und Sauerstoffgabe

         

5.Einreibungen oder Kälte- und Wärmeanwendungen

         

6.Messung und Deutung von Körperzuständen wie Blutdruck, Blutzucker, Puls etc.

         

7.Köpernahe Hilfsmittel

         

8.Verbandswechsel und Wundversorgung

         

9.Versorgung mit Stoma

         

10.Regelmäßige Einmalkatheterisierung und Nutzung von Abführmethoden

         

11.Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung

         

12.Zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung

         

Achtung: In dem Modul 5 wir die Häufigkeit der Hilfe ermittelt. Auf dieser Grundlage werden Einzelpunkte festgelegt.

  

Pflegeeinstufung Modul 5 Teil 2: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

 Pflegeeinstufung Modul 5    

Häufigkeit der Hilfe (Anzahl)

Kriterien (Bitte die Häufigkeit der Hilfe angeben)

Entfällt

Selbstständig

Pro Tag

Pro Woche

Pro Monat

13.Arztbesuche

   

Entfällt

   

14.Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen (bis zu drei Stunden)

   

Entfällt

   

15.Zeitlich ausgedehnte Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen (länger als drei Stunden)

   

Entfällt

   

16.Einhaltung einer Diät und anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften

-          entfällt oder selbstständig:        0 Punkte

-          überwiegend selbstständig:       1 Punkte

-          überwiegend unselbstständig:  2 Punkte

-          unselbstständig:                           3 Punkte

 

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Erläuterungen zu Pflegeeinstufung Modul 5

  • Wie häufig Medikamente von anderen Personen gegeben oder vorbereitet werden müssen
  • Dies betrifft Injektionen, die vorrangig subkutan gegeben werden müssen (z.B. Insulin oder Heparin)
  • In der Regel werden diese Zugänge durch Fachpflegekräfte versorgt.
  • Absaugen kann z. B. bei beatmeten oder tracheotomierten Patienten in sehr unterschiedlicher und wechselnder Häufigkeit notwendig sein. Es ist der durchschnittliche Bedarf anzugeben. Ebenso ist hier das An- und Ablegen von Sauerstoffbrillen oder analog auch von Atemmasken zur nächtlichen Druckbeatmung zu erfassen sowie das Bereitstellen eines Inhalationsgerätes (jeweils inkl. der Reinigung) 
  • Hier werden alle Anwendungen von ärztlich verordneten Salben, Cremes, Emulsionen etc. berücksichtigt. Darüber hinaus sind hier auch Kälte- und Wärmeanwendungen bei z. B. rheumatischen Erkrankungen gemeint
  • Nach der Pflegeeinstufung Modul 5 zählen hier nur ärztlich verordnete Maßnahmen, wie z.B. Messung von Blutdruck und Puls
  • Betrifft das An- und Ablegen von Prothesen, Orthesen, Brille, Hörgerät, orthopädischen Schuhen und Kompressionsstrümpfen
  • Das Versorgen von chronischen Wunden wie eines Dekubitus oder eines offenen Beines, ggf. mit personeller Unterstützung
  • Ein Stoma ist eine künstlich geschaffene Körperöffnung wie z.B. ein Colostoma, auch Anus praeter genannt, eine Öffnung in der Bauchdecke, um über eine Sonde Nahrung in den Magen zu führen (PEG) oder um Urin über einen Katheter ableiten zu können (suprapubischer Katheter). In diese Kategorie gehört die Versorgung und Pflege dieser Körperöffnungen
  • Genauso sagt die Pflegeeinstufung Modul 5 aus, dass die Katheterisierung der Harnblase kann selbstständig oder mit Unterstützung durchgeführt werden. Zu den Abführmethoden zählen die Nutzung von Klistieren und Einläufen sowie die manuelle Unterstützung
  • Wer Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherpie erhält, sollte Zuhause regelmässig seine Übungen wiederholen. Die erforderliche Häufigkeit der häuslichen Übungen wird hier erfasst
  • Nach Pflegeeinstufung Modul 5 betrifft das Therapiemaßnahmen wie Dialyse oder Beatmung, die Zuhause durchgeführt werden können, wenn eine geschulte Fachkraft diese überwacht
  • Hierunter fallen regelmäßige Arztbesuche bei der niedergelassenen Haus- oder Fachärztin bzw. beim Haus- oder Facharzt zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken
  • Das Aufsuchen von Therapeuten (Physiotherapie, Ergotherapie etc.) oder die ambulante Behandlung im Krankenhaus
  • Sind spezialisierte Einrichtungen aufzusuchen und der Zeitaufwand für einen Besuch inklusive Fahrtzeiten über drei Stunden liegt, sind diese hier zu erfassen
  • Das Einhalten und Anleiten ärztlich verordneter Essens- oder Verhaltensvorschriften, wie z. B. bei Stoffwechselstörungen oder Nahrungsmittelallergien

Bewertungskriterien Pflegeeinstufung Modul 5

Punkt 1 bis 11

Die ermittelten Häufigkeiten werden zusammengezählt und in einen Durchschnittswert pro Tag umgerechnet. Natürlich ist auch die Umrechnung in Pflegeeinstufung Modul 5 genau geregelt: die Summe der Maßnahmen pro Monat wird durch 30, die Summe der Maßnahmen pro Woche durch 7 geteilt. Als Zwischenergebnis kann der Pflegebedürftige 0 bis 3 Punkte erhalten:

  • seltener als einmal täglich = 0 Punkte
  • ein- bis dreimal täglich = 1 Punkt
  • vier- bis achtmal täglich = 2 Punkte
  • mehr als achtmal täglich = 3 Punkte

Punkt 12 bis 15

Für die Kriterien 5.13 und 5.14 gilt: 

Für jede Maßnahme, die monatlich erfolgt, gibt es einen Punkt laut der Pflegeeinstufung Modul 5. Hochgerechnet auf einen Monat mit 30 Tagen ergeben sich für jede regelmäßige wöchentliche Maßnahme 4,3 Punkte: Vier Maßnahmen zu jeweils einem Punkt in vier Wochen [=28 Tage] ergeben vier Punkte, plus 0,3 Punkte für die restlichen zwei Tage.

Für die Kriterien 5.12 und 5.15 gilt: 

Für jede Maßnahme, die monatlich erfolgt, gibt es zwei Punkte laut der Pflegeeinstufung Modul 5. Hochgerechnet auf einen Monat mit 30 Tagen ergeben sich für jede regelmäßige wöchentliche Maßnahme 8,6 Punkte: Vier Maßnahmen zu jeweils einem Punkt in vier Wochen [=28 Tage] ergeben acht Punkte, plus 0,6 Punkte für die restlichen zwei Tage.

Pflegeeinstufung Modul 5 WICHTIG: Nur das Kriterium 5.12 (zeit- und technikintensive Maßnahmen) kann regelmäßig täglich vorkommen, zum Beispiel bei invasiver Beatmung. In diesem Fall kann der Pflegebedürftige 60 Punkte erhalten.

Die auf diese Weise ermittelten Werte der Kriterien 5.12 bis 5.15 werden addiert und zu einem Zwischenergebnis zusammengefasst. Das Ergebnis entspricht einem bestimmten Punktwert.

  • 0 bis unter 4,3 = 0 Punkte
  • 4,3 bis unter 8,6 = 1 Punkt
  • 8,6 bis unter 12,9 = 2 Punkte
  • 12,9 bis unter 60 = 3 Punkte
  • 60 und mehr = 6 Punkte

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Pflegeeinstufung Modul 4: Selbstversorgung

Kriterien Pflegeeinstufung Modul 4

(Zutreffendes ankreuzen)

Selbstständig

Punkte: 0

Überwiegend selbstständig

Punkte: 1

Überwiegend unselbstständig

Punkte: 2

Unselbstständig

Punkte: 3

1. Waschen des vorderen Oberkörpers

       

2. Körperpflege im Bereich des Kopfes

       

3. Waschen des Intimbereichs

       

4. Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare

       

5. An- und Auskleiden des Oberkörpers

       

6. An- und Auskleiden des Unterkörpers

       

7. Mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken

       

8.Essen

       

9.Trinken

       

10. Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls

       

11. Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma

       

12. Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma

       

 

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Erläuterungen zu Pflegeeinstufung Modul 4

  • Waschen und Abtrocknen der Hände, des Gesichts, des Halses, der Achselhöhlen und des vorderen Brustbereichs
  • Hierzu zählen das Kämmen, die Zahnpflege, die Prothesenreinigung und das Rasieren
  • Hiermit ist das Waschen und Abtrocknen des Intimbereichs gemeint
  • Bei der Durchführung des Dusch- oder Wannenbads sind neben der Fähigkeit, den Körper waschen zu können, auch Sicherheitsaspekte die in der Pflegeeinstufung Modul 4 zu berücksichtigen
  • Bereitliegende Kleidungsstücke, z. B. Hemd, Bluse oder Pullover an- und auszuziehen
  • Gemeint ist, bereitliegende Kleidungsstücke, z. B. Unterwäsche, Hose, Rock, Strümpfe und Schuhe an- und auszuziehen
  • Belegte Brotscheiben, Obst oder andere Speisen in mundgerechte Stücke zerteilen, Kleinschneiden von Fleisch, Zerdrücken von Kartoffeln, Verschlüsse von Getränkeflaschen öffnen, Getränke ohne ständiges Verschütten aus einer Flasche oder Kanne in ein Glas bzw. eine Tasse eingießen
  • Bereitgestellte, mundgerecht zubereitete Speisen, die üblicherweise mit den Fingern gegessen werden (z.B. Brot, Kekse, Obst), aufnehmen, zum Mund führen, ggf. abbeißen, kauen und schlucken. Mundgerecht zubereitete Speisen mit Gabel oder Löffel aufnehmen, zum Mund führen und essen.
  • Pflegeeinstufung Modul 4 benennt die Fähigkeit, bereitstehende Getränke aufzunehmen, ggf. mit Hilfe von Gegenständen wie Strohhalmen oder Spezialbechern
  • Überprüft wird das Gehen zur Toilette, Hinsetzen und Aufstehen, Sitzen, Intimhygiene und Richten der Kleidung. Die Beurteilung ist auch dann vorzunehmen, wenn anstelle der Toilettenbenutzung eine Versorgung mit Hilfsmitteln erfolgt, z. B. Inkontinenzmaterial, Katheter, Uro-, Ileo- oder Colostoma
  • Die Fähigkeit, Inkontinenz- und Stomasysteme sachgerecht zur verwenden, nach Bedarf zu wechseln und zu entsorgen. Die regelmäßige Einmalkatheterisierung fällt nicht hierunter laut der Pflegeeinstufung Modul 4
  • Fähigkeit betrachtet, Inkontinenz- und Stomasysteme sachgerecht zu verwenden, nach Bedarf zu wechseln und zu entsorgen

 

Beurteilung der Selbstständigkeit in Pflegeeinstufung Modul 4

Selbstständig:

Jemand ist selbstständig, wenn er die Aktivität in der Regel selbständig ausführt, auch wenn dafür Hilfsmittel notwendig sind. Entscheidend ist hier, dass keine personelle Unterstützung benötigt wird. Vorübergehende oder nur vereinzelt auftretende Beeinträchtigungen sind nicht zu berücksichtigen.

Überwiegend selbstständig in Pflegeeinstufung Modul 4:

Jemand ist überwiegend selbstständig, wenn er den größten Teil der Aktivität selbständig ausführen kann. Das bedeutet: Für die Pflegeperson entsteht nur ein geringer, mäßiger Aufwand, zum Beispiel:

  • Zurechtlegen und Richten von Gegenständen (Vorbereitung einer Tätigkeit)
  • Aufforderung zu einer Tätigkeit (ggf. auch mehrfach)
  • Unterstützung bei der Entscheidungsfindung
  • teilweise Beaufsichtigung und Kontrolle im Sinne einer Überprüfung der korrekten Abfolge von Handlungen
  • stellenweise Übernahme von Teilhandlungen
  • Anwesenheit aus Sicherheitsgründen (z. B. bei Sturzgefahr)

Überwiegend unselbstständig in Pflegeeinstufung Modul 4:

Jemand ist überwiegend unselbstständig, wenn er die Aktivität nur zu einem geringen Anteil selbständig ausführen kann. Es sind aber noch Ressourcen vorhanden, so dass der Pflegebedürftige sich beteiligen kann. Dies setzt gegebenenfalls ständige Anleitung oder aufwändige Motivation auch während der Aktivität voraus, oder die Pflegeperson muss Teilschritte der Handlung übernehmen. Zurechtlegen und Richten von Gegenständen, wiederholte Aufforderungen oder eine punktuelle Unterstützung reichen hier nicht aus.

Weitergehende Unterstützung laut der Pflegeeinstufung Modul 4 umfasst vor allem:

  • ständige Motivation im Sinne der ermunternden Begleitung einer Aktivität
  • Ständige Anleitung bedeutet, Handlungsabläufe nicht nur anzustoßen, sondern die Handlung zu demonstrieren oder lenkend zu begleiten
  • Ständige Beaufsichtigung und Kontrolle unterscheidet sich von der zuvor genannten „teilweisen Beaufsichtigung und Kontrolle“ nur durch das Ausmaß der erforderlichen Hilfe. Es ist ständige und unmittelbare Eingreifbereitschaft in die Handlung erforderlich.
  • Übernahme von Teilhandlungen der Aktivität bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Handlungsschritte durch die Pflegeperson übernommen wird

Unselbstständig in Pflegeeinstufung Modul 4:

Jemand ist unselbstständig, wenn er die Aktivität in der Regel nicht selbstständig ausführen beziehungsweise steuern kann, auch nicht in Teilen. Es sind kaum oder keine Ressourcen mehr vorhanden. Ständige Motivation, Anleitung und Beaufsichtigung reichen nicht aus. Die Pflegeperson muss alle oder nahezu alle Handlungen anstelle des Pflegebedürftigen übernehmen. Eine minimale Beteiligung des Pflegebedürftigen ist nicht zu berücksichtigen.

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Pflegeeinstufung Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Pflegeeinstufung Modul 2 Kriterien

(Zutreffendes ankreuzen)

Fähigkeit vorhanden/ unbeeinträchtigt

Punkte: 0

Fähigkeit größtenteils vorhanden

Punkte: 1

Fähigkeit in geringem Maße vorhanden

Punkte: 2

Fähigkeit nicht vorhanden

Punkte: 3

1.Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld

       

2.Örtliche Orientierung

       

3.Zeitliche Orientierung

       

4.Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen

       

5.Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen

       

6.Treffen von Entscheidungen im Alltag

       

7.Verstehen von Sachverhalten und Informationen

       

8.Erkennen von Risiken und Gefahren

       

9.Mitteilen von elementaren Bedürfnissen

       

10.Verstehen von Aufforderungen

       

11.Beteiligen an einem Gespräch

       

 

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Erläuterungen zur Pflegeeinstufung Modul 2

  • Fähigkeit, Personen aus dem näheren Umfeld immer oder zeitweise wiederzuerkennen. Die Pflegeeinstufung Modul 2 besagt, dass dazu z. B. Familienmitglieder und Nachbarn, aber auch Pflegekräfte gehören.
  • Fähigkeit, sich in der räumlichen Umgebung zurechtzufinden, andere Orte gezielt anzusteuern und zu wissen, in welcher Stadt, in welchem Zimmer man sich befindet. Eventuell bestehende Schwierigkeiten, zwischen inner- und außerhäuslicher Umgebung zu unterscheiden, werden berücksichtigt.
  • Fähigkeit, zeitliche Strukturen zu erkennen. Dazu gehören Uhrzeit, Tagesabschnitte (Vormittag, Nachmittag, Abend etc.), Jahreszeiten und die zeitliche Abfolge des eigenen Lebens.
  • Fähigkeit, sich an kurz und auch länger zurückliegende Ereignisse oder Beobachtungen zu erinnern. Nach der Pflegeeinstufung Modul 2 kann die Person ggf. Auskunft darüber geben oder durch Handlungen und Gesten signalisieren, dass sie weiß, was sie z. B. zum Frühstück gegessen hat.
  • Fähigkeit, zielgerichtete alltägliche Handlungen, die eine Abfolge von Teilschritten beinhalten, zu steuern. Gemeint sind laut der Pflegeeinstufung Modul 2, zielgerichtete Handlungen, die die Person täglich oder nahezu täglich im Lebensalltag durchführt oder durchgeführt hat, wie z. B. das komplette Ankleiden, Kaffeekochen oder Tischdecken.
  • Fähigkeit, folgerichtige und geeignete Entscheidungen im Alltagsleben zu treffen. Nach der Pflegeeinstufung Modul 2 gehört dazu z. B. die dem Wetter angepasste Auswahl von Kleidung oder einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen
  • Fähigkeit, alltägliche Situationen, Ereignisse oder schriftliche und mündliche Informationen aufzunehmen und richtig zu deuten.
  • Fähigkeit, Risiken und Gefahren zu erkennen. Zum Beispiel Strom- und Feuerquellen oder Hindernisse auf dem Fußboden
  • Fähigkeit, sich verbal oder nonverbal bei Hunger oder Durst, Schmerzen oder Frieren bemerkbar zu machen.
  • Fähigkeit, Aufforderungen zu verstehen, die sich auf alltägliche Grundbedürfnisse z. B. Essen, Trinken, Ankleiden oder Beschäftigen beziehen (z. B. „Zieh dir bitte eine Jacke an.“)
  • Fähigkeit, in einem Gespräch Inhalte aufzunehmen, sinngerecht zu antworten, und zur Weiterführung des Gesprächs Inhalte einzubringen.

Einschätzung der Fähigkeiten der Pflegeeinstufung Modul 2

Fähigkeit vorhanden, unbeeinträchtigt:

Die Fähigkeit ist (nahezu) vollständig vorhanden.

Laut der Pflegeeinstufung Modul 2 ist die Fähigkeit größtenteils vorhanden:

Die Fähigkeit ist überwiegend (die meiste Zeit über, in den meisten Situationen), aber nicht durchgängig vorhanden. Die Person hat Schwierigkeiten, höhere oder komplexere Anforderungen zu bewältigen.

Fähigkeit in geringem Maße vorhanden:

Die Fähigkeit ist stark beeinträchtigt, aber erkennbar vorhanden. Die Person hat häufig oder in vielen Situationen Schwierigkeiten. Sie kann nur geringe Anforderungen bewältigen. Es sind Ressourcen vorhanden.

Fähigkeit nicht vorhanden:

Die Fähigkeit ist, laut der Pflegeeinstufung Modul 2, nicht oder nur in sehr geringem Maße (sehr selten) vorhanden.

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Pflegeeinstufung Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Kriterien in Pflegeeinstufung Modul 3

(Zutreffendes ankreuzen)

Nie oder nur selten

Punkte: 0

Selten (ein- bis dreimal innerhalb von 2 Wochen)

Punkte: 1

Häufig  (2x bis mehrmals in der Woche aber nicht täglich)

Punkte: 3

Täglich

Punkte: 5

1.  Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten

       

2. Nächtliche Unruhe

       

3. Selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten

       

4. Beschädigen von Gegenständen

       

5. Physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen

       

6.Verbale Aggression

       

7. Andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten

       

8. Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen

       

9. Wahnvorstellungen

       

10. Ängste

       

11. Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage

       

12. Sozialinadäquate Verhaltensweisen

       

13. Sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen

       

 

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Erläuterungen zu Pflegeeinstufung Modul 3

  • Zielloses Umhergehen in der Wohnung oder der Einrichtung wird in Pflegeeinstufung Modul 3, genauso wie allgemeine Rastlosigkeit in Form von ständigem Aufstehen und Hinsetzen oder Hin- und Herrutschen auf dem Sitzplatz oder im und aus dem Bett gennant
  • Nächtliche Unruhe liegt vor bei nächtlichem Umherirren, nächtlichen Unruhephasen oder der Umkehr des Tag-/Nachtrhythmus. Wie häufig muss die Person beruhigt oder wieder ins Bett gebracht werden?
  • Selbstverletzung durch Gegenstände, sich absichtlich auf den Boden fallen lassen, essen oder trinken ungenießbarer Substanzen, sich selbst schlagen, sich selbst mit den Fingernägeln oder Zähnen verletzen.
  • Dies können aggressive Handlungen wie Schlagen, Treten, Wegstoßen und Zerstören von Gegenständen sein
  • In den Erläuterungen zur Pflegeeinstufung Modul 3 heißt es auch: Personen zu schlagen, zu stoßen oder wegzudrängen und/oder diese Personen mit Fingernägeln, Zähnen oder mit Gegenständen zu verletzen
  • Das sind verbalen Beschimpfungen; der Bedrohung anderer Personen
  • lautes Rufen, Schreien, Klagen, Schimpfen, Fluchen ohne nachvollziehbaren Grund, ständiges Wiederholen von Sätzen oder das Äußern seltsamer Laute
  • Die Abwehr von Unterstützung, z. B. bei der Körperpflege, die Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder Medikamenteneinnahme, die Manipulation an Vorrichtungen wie Katheter, Infusion, etc.
  • Wahnvorstellungen können visuelle oder andere Halluzinationen sein, z. B. Vorstellungen, mit Verstorbenen in Kontakt zu stehen, oder Vorstellungen, verfolgt oder bedroht zu werden
  • Gemeint ist das Auftreten von starken Ängsten oder Sorgen, oder das Erleben von Angstattacken unabhängig von der Ursache
  • In den Erläuterungen zur Pflegeeinstufung Modul 3 heißt es auch: Die Person hat wenig Interesse an der Umgebung bzw. wenig Eigeninitiative für Handlungen. Sie wirkt beispielsweise apathisch und traurig, möchte eventuell das Bett nicht verlassen
  • Genauso benennt die Pflegeeinstufung Modul 3 ein distanzloses Verhalten, auffälliges Einfordern von Aufmerksamkeit, sich vor Anderen in unpassenden Situationen auskleiden oder unangemessenes Greifen nach Personen
  • Gemeint ist laut der Pflegeeinstufung Modul 3 z.B. das Nesteln an Kleidung, das ständige Wiederholen der gleichen Handlung, planlose Aktivität, das Verstecken oder Horten von Gegenständen, Kotschmieren, Urinieren in der Wohnung

Unterstützungsbedarf in Pflegeeinstufung Modul 3

Nie oder sehr selten:

Der Unterstützungsbedarf tritt nicht oder sehr sporadisch auf.

Selten:

Der Unterstützungsbedarf tritt selten, d. h. ein- bis dreimal innerhalb von zwei Wochen auf.

Häufig:

Der Unterstützungsbedarf tritt häufig, d. h. zwei- bis mehrmals wöchentlich auf, aber nicht täglich.

Der täglich Unterstützungsbefarf in der Pflegeeinstufung Modul 3:

Der Unterstützungsbedarf tritt jeden Tag auf.

 

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Pflegeeinstufung Modul 1: Mobilität

 

Kriterien

(Zutreffendes ankreuzen)

Selbstständig

Punkte: 0

Überwiegend selbstständig

Punkte: 1

Überwiegend unselbstständig

Punkte: 2

Unselbstständig

Punkte: 3

1.Positionswechsel im Bett

       

2.Halten einer stabilen Sitzposition

       

3.Umsetzen

       

4.Fortbewegung innerhalb des Wohnbereichs

       

5.Treppensteigen

       

 

Besondere Bedarfskonstellation

Gebrauchsfähigkeit der Arme und Beine

Bei einem vollständigen Verlust der Greif-, Steh- und Gehfunktion werden pflegebedürftige Menschen automatisch in den Pflegegrad 5 eingestuft.

 

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Erläuterungen zu Pflegeeinstufung Modul 1 - Mobilität:

  • Einnehmen verschiedener Positionen im Bett, Drehungen und auch das Aufrichten aus dem Liegen. Wenn zusätzlich Hilfsmittel wie Aufrichthilfen, Bettseile, Strickleitern oder ein elektrisch verstellbares Bett Unterstützung bieten, sollte dies erwähnt werden.
  • Dies bedeutet aufrechtes Sitzen auf einem Bett, (Roll-)Stuhl oder Sessel. Eine ggf. notwendige personelle Unterstützung wird berücksichtigt.
  • Dies bedeutet, von einer erhöhten Sitzfläche wie der Bettkante, einem Stuhl, einem Sessel, einer Bank, der Toilette etc. aufzustehen und sich auf einen Rollstuhl, Toilettenstuhl, Sessel o.ä. umzusetzen. Eine ggf. notwendige personelle Unterstützung wird berücksichtigt.
  • Hier geht es um die körperliche Fähigkeit, sich innerhalb einer Wohnung oder des Wohnbereichs einer Einrichtung zwischen den Zimmern sicher zu bewegen. Eine personelle Hilfe im Sinne von Hilfsmittel bereitstellen, Stützen, Unterhaken oder Beobachten aus Sicherheitsgründen findet hier Berücksichtigung.
  • Überwinden von Treppen zwischen zwei Etagen. Eine ggf. notwendige personelle Unterstützung wird berücksichtigt. Das Treppensteigen ist unabhängig davon zu beurteilen, ob in der Wohnung eine Treppe vorhanden ist oder nicht.

Beurteilung und Definition der Selbstständigkeit in Pflegeeinstufung Modul 1 Mobilität

Selbstständig:

Die Pflegeeinstufung in Modul 1 Mobilität sagt aus, dass jemand selbstständig ist, wenn er die Aktivität in der Regel selbständig ausführt, auch wenn dafür Hilfsmittel notwendig sind. Entscheidend ist hier, dass keine personelle Unterstützung benötigt wird. Vorübergehende oder nur vereinzelt auftretende Beeinträchtigungen sind nicht zu berücksichtigen.

Überwiegend selbstständig:

Jemand ist überwiegend selbstständig, wenn er den größten Teil der Aktivität selbständig ausführen kann. Laut der Pflegeeinstufung in Modul 1 Mobilität bedeutet das: Für die Pflegeperson entsteht nur ein geringer, mäßiger Aufwand, zum Beispiel:

  • Zurechtlegen und Richten von Gegenständen (Vorbereitung einer Tätigkeit)
  • Aufforderung zu einer Tätigkeit (ggf. auch mehrfach)
  • Unterstützung bei der Entscheidungsfindung
  • teilweise Beaufsichtigung und Kontrolle im Sinne einer Überprüfung der korrekten Abfolge von Handlungen
  • stellenweise Übernahme von Teilhandlungen
  • Anwesenheit aus Sicherheitsgründen (z. B. bei Sturzgefahr)

Überwiegend unselbstständig:

Jemand ist überwiegend unselbstständig, wenn er die Aktivität nur zu einem geringen Anteil selbständig ausführen kann. Es sind aber noch Ressourcen vorhanden, so dass der Pflegebedürftige sich beteiligen kann. Dies setzt gegebenenfalls ständige Anleitung oder aufwändige Motivation auch während der Aktivität voraus, oder die Pflegeperson muss Teilschritte der Handlung übernehmen. Zurechtlegen und Richten von Gegenständen, wiederholte Aufforderungen oder eine punktuelle Unterstützung reichen hier nicht aus.

Weitergehende Unterstützung umfasst vor allem:

  • ständige Motivation im Sinne der ermunternden Begleitung einer Aktivität
  • Ständige Anleitung bedeutet, Handlungsabläufe nicht nur anzustoßen, sondern die Handlung zu demonstrieren oder lenkend zu begleiten
  • Ständige Beaufsichtigung und Kontrolle unterscheidet sich von der zuvor genannten „teilweisen Beaufsichtigung und Kontrolle“ nur durch das Ausmaß der erforderlichen Hilfe. Es ist ständige und unmittelbare Eingreifbereitschaft in die Handlung erforderlich.
  • Übernahme von Teilhandlungen der Aktivität bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Handlungsschritte durch die Pflegeperson übernommen wird

Unselbstständig Pflegeeinstufung in Modul 1 Mobilität:

Jemand ist unselbstständig, wenn er die Aktivität in der Regel nicht selbstständig ausführen beziehungsweise steuern kann, auch nicht in Teilen. Es sind kaum oder keine Ressourcen mehr vorhanden. Ständige Motivation, Anleitung und Beaufsichtigung reichen nicht aus. Die Pflegeperson muss alle oder nahezu alle Handlungen anstelle des Pflegebedürftigen übernehmen. Eine minimale Beteiligung des Pflegebedürftigen ist nicht zu berücksichtigen.

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