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Vorbereitung | Pflegetagebuch | Wie wird der Pflegegrad festgestellt | Was passiert nach der Begutachtung?

Vorbereitungen für den Medizinischen Dienst Der Krankenkasse - MDK

Meine-Pflege-Info.de Tipp
Eine gute Vorbereitung auf den Besuch des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse) gibt ihnen Sicherheit.
Im Vorfeld einer Begutachtung sind viele Menschen verunsichert.
- Was kommt auf mich zu?
- Wie soll ich damit umgehen?
- Wann liegt eine Pflegebedürftigkeit vor?
- Wer darf bei der Begutachtung alles anwesend sein, wie z.B. Familienmitglieder?
Unsere Erfahrung zeigt, dass es sehr gut ist, sich auf die bevorstehende Begutachtung durch den MDK (bei gesetzlich Versicherten) oder Medicproof (bei privat Versicherten) vorzubereiten.

Um Sie für den Termin zu unterstützen, haben wir eine Vorlage zur Dokumentation Ihrer Situation erstellt. Das sogenannte Pflegetagebuch. So können sie im Vorfeld alles genau festhalten – was auch durch die Krankenkassen empfohlen wird. Die Gutachterinnen und Gutachter sind auf Ihre Hilfe angewiesen und werden es Ihnen danken.

Meine-Pfelge-Info.de möchte ihnen helfen, mit der Situation gut umgehen zu können und sie dabei unterstützen, sich so gut wie möglich auf die Begutachtung vorzubereiten.

Der Gutachter des MDKs wird nach den Bestimmungen der Pflegeversicherung dokumentieren, inwieweit Ihre Selbständigkeit oder ihre Fähigkeiten gesundheitlich beeinträchtigt sind und sie deshalb Hilfe von anderen Personen brauchen. Die Pflegebedürftigkeit muss in einer bestimmten Schwere und voraussichtlich für eine Dauer von mindestens 6 Monaten bestehen.
Wann liegt eine Pflegebedürftigkeit vor?
Als pflegebedürftig gilt, wer für die folgende Tätigkeiten des täglichen Lebens Hilfe benötigt:

  • Die Körperpflege (z.B. Duschen, Darm- und Blasenentleerung)
  • Die Ernährung (z.B. Nahrungsaufnahme)
  • Die Mobilität (z.B. An- und Auskleiden, selbständiges Aufstehen, unsicherer Gang, Einkaufen)
  • Die hauswirtschaftliche Versorgung (z.B. Kochen, Wäsche waschen, Putzen der Wohnung)

Wie wird die Pflegebedürftigkeit – ein Pflegegrad festgestellt?
Bei jedem neuen Pflegeantrag wird durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (bei gesetzlich Versicherten) oder Medicproof (bei privat Versicherten) geprüft, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welcher Pflegegrad erteilt wird. Dies geschieht in der Regel durch einen, zuvor angemeldeten, Hausbesuch einer Pflegefachkraft oder einer Ärztin bzw. eines Arztes des MDK/Medicproof.
Die Gutachterinnen und Gutachter stellen bei ihrem Besuch die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten fest. Dieses geschieht auf Grundlage des Einstufungssystems. Die notwendigen Informationen erhalten die Gutachterinnen und Gutachter durch das Gespräch mit den Antragstellerinnen und Antragstellern und deren Pflegepersonen. Zusätzlich werden vorliegende Fremdbefunde (wie z. B. eine Pflegedokumentation, Krankenhaus- oder Arztberichte) berücksichtigt.

Meine pflege info Tipp
Bereiten Sie sich auf den Besuch des MDK gut vor: Halten Sie für die Begutachtung bereits vorhandene Krankenhaus-Entlassungsbriefe, Befundberichte, Arztbescheinigungen, Medikamentenpläne, Allergiepass, Röntgenbilder sozialmedizinische Gutachten, eine Kopie ihrer Krankenakte o. ä. bereit.
Sorgen Sie dafür, dass ihre Pflegeperson bei dem Besuch des MDK anwesend ist.
Es spielt keine Rolle wer die Pflegeperson ist, das kann ein Familienmitglied sein, ein Freund eine Freundin oder eine Person vom Pflegedienst.

Wie bereite ich mich auf die Begutachtung/Einstufung durch den MDK oder Medicproof vor?
In Vorbereitung auf den Besuch bzw. der Einstufung durch den MDK, ist es sinnvoll, die aktuelle Pflegesituation zu betrachten. Hierfür können Sie folgende nutzen:
1. Wie selbstständig ist die hilfsbedürftige Person bei der Bewältigung des Alltags?
2. Welche Aktivitäten können eigenständig durchgeführt werden?
3. Wobei wird die Unterstützung durch andere Personen benötigt?
Versuchen Sie sich diese Fragen zu beantworten und schreiben sie die Antworten nieder.
Die wichtigste Vorbereitung ist das Führen eines Pflegetagebuchs. Hierin können Sie Ihre aktuelle Situation dokumentieren und schon im Vorfeld wichtige Gedanken machen. Bitte sein Sie ehrlich hinsichtlich Ihrer Beurteilung. Wenn Sie sich stärker und sicherer geben, als es in Wahrheit ist, verlieren Sie nur.
Auch Krankenkassen empfehlen das Führen eines Pflegetagebuchs. Meine-pflege-info.de hat Ihnen hier ein Pflegetagebuch nach dem Standard der aktuellen Bewertungsbögen durch den MDK erarbeitet und kostenlos zum Download bereitgestellt. Nutzen Sie diese Gelegenheit und fühlen Sie sich sicher, bei dem Gutachten.

Für Kinder gelten besondere Regelungen. Sprechen Sie hierzu bitte ihre Krankenkassen an.

Meine pflege info Tipp

1. Innerhalb von 25 Arbeitstagen muss durch die Pflegekasse entschieden sein, welcher Pflegegrad vorliegt - Entscheidend ist hier der Posteingang des Antrags bei der Pflegekasse
2. In akuten Fällen wie z.B. bei einem Eilantrag ist die Entscheidung binnen einer Woche fällig - Entscheidend ist hier der Posteingang des Antrags bei der Pflegekasse
3. Sollte die Pflegekasse dieser Pflicht nicht nachkommen haben versicherte Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 70 Euro für jede angefangene Woche der Verzögerung

Was passiert nach der Begutachtung?
Nach der Begutachtung erstellt die Gutachterin oder der Gutachter ein Pflegegutachten, das eine Empfehlung für die Zuordnung eines Pflegegrades enthält. Diese Zuordnung erfolgt aufgrund der Betrachtung der sechs Module, welche anhand einer gesetzlich vorgeschriebenen Gewichtung zu einem Gesamtergebnis addiert werden.
Das Gutachten wird an die Pflegekasse weitergeleitet. Damit Sie schnell ein Ergebnis haben, entscheidet ihre Pflegekasse sofort nach Eingang des Gutachtens über den Antrag auf Pflegeleistungen bzw. welcher Pflegegrad ausgesprochen wird. Die Frist der Pflegekasse beträgt hier 25 Arbeitstage. Lassen Sie sich auch unbedingt das Pflegegutachten zusenden.
Zusätzlich zur Feststellung, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt, spricht der MDK/Medicproof eine Empfehlung für die Bereiche Prävention, Rehabilitation, Hilfs- und Pflegehilfsmittel aus.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, kann diese Empfehlung direkt als Leistungsantrag gesehen werden. Erforderliche Leistungen werden dann ohne Umwege beantragt.

Meine pflege info Tipp
Sprechen Sie bei dem Besuch des MDK direkt alle notwendigen Hilfs- und Pflegehilfsmittel und anstehende wohnumfeldverbessernde Maßnahmen an wie z.B.:
• Badezimmerumbau
• Treppenlift
• Hausnotruf
• Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Pflegebox)
• Elektroscooter
• Rollator
Sind diese Dinge gleich im Gutachten festgehalten können Sie schnell auf diese Unterstützungen zurückgreifen und umgehen viel Papierkram und sparen sehr viel Zeit.

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