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Wo stelle ich den Antrag | Definition der Bedürftigkeit | Der Antrag | Wichtige Hinweise | Tipp

Pflegegrad bzw. Pflegeleistungen beantragen - Wo und wie Stelle ich einen Antrag auf einen Pflegegrad? Was muss ich tun?

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten müssen Sie zuallererst einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen, denn nur so kann ein Pflegegrad ermittelt werden. Erst durch die Anerkennung des Pflegegrads stehen Ihnen Pflegeleistungen zu.
Zu diesen Leistungen gehören u.a. Geldleistungen wie das Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder ein Zuschuss zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Aber auch Hilfsmittel wir Pflegebetten, Rollatoren und Hausnotrufe gehören zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Dabei ist es egal ob Sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind. Die Versicherung hält für jeden die gleichen Leistungen bereit.
Nach den Bestimmungen der Pflegeversicherung sind Menschen pflegebedürftig, wenn ihre Selbständigkeit oder ihre Fähigkeiten gesundheitlich beeinträchtigt sind und sie deshalb Hilfe von anderen Personen brauchen. Die Pflegebedürftigkeit muss in einer bestimmten Schwere und voraussichtlich für eine Dauer von mindestens 6 Monaten bestehen.

Definition der Pflegebedürftigkeit
Als pflegebedürftig gilt, wer für die folgende Tätigkeiten des täglichen Lebens Hilfe benötigt:
• Die Körperpflege (z.B. Duschen, Darm- und Blasenentleerung)
• Die Ernährung (z.B. Nahrungsaufnahme)
• Die Mobilität (z.B. An- und Auskleiden, selbständiges Aufstehen, sicherer Gang, Einkaufen)
• Die hauswirtschaftliche Versorgung (z.B. Kochen, Wäsche waschen, Putzen der Wohnung)

Pflegegrad bzw. Pflegeleistung: Der Antrag – Schritt für Schritt
Lesen Sie hier wie Sie hier, wie Sie Ihre Pflegeleistung beantragen können :


1. Pflegegrad beantragen

a. schriftlich beantragen
Meine-Pflege-Info.de empfiehlt den Antrag bei ihrer Pflegekasse beziehungsweise Krankenkasse schriftlich zu stellen. Idealerweise schicken sie diesen Antrag per Einschreiben Rückschein an die zuständige Krankenkasse bzw. Pflegekasse. Dadurch haben Sie ein Dokument mit dem entsprechenden Antragsdatum in Ihren Händen. Dieses ist wichtig, da alle Leistungen der Pflegekasse zum Datum der Antragstellung hin rückwirkend ausgezahlt und genehmigt werden. MUSTERANTRAG DOWNLOADEN.

b. telefonisch beantragen
Sie können auch bei der Pflegekasse, welcher Ihrer Krankenkasse angeschlossen ist, anrufen und den Pflegegrad beantragen. Im Anschluss erhalten Sie ein Formular, das der Versicherte selbst beziehungsweise sein gesetzlicher Betreuer ausfüllen und unterschrieben an die Pflegekasse zurück schicken muss.

2. Termin mit dem Gutachter
Nachdem der Antrag bei der Pflegekasse eingegangen ist, wird sich ein Gutachter MDK ( bei gesetzlich Versicherten) oder Medicproof (bei privat Versicherten) ankündigen, um einen Termin mit dem Antragsteller zur Begutachtung zu vereinbaren.

3. Erhalt Ihres Bescheids
Nach dem Besuch des Gutachters erhält der Antragsteller den Bescheid der Pflegekasse über den anerkannten Pflegegrad.

4. Widerspruch
Sollten Sie einen negativen Pflegegrad-Bescheid erhalten haben oder mit dem ausgesprochenen Pflegegrad nicht einverstanden sein, haben sie die Möglichkeit mit einer Frist von 4 Wochen nach Zugang des Schreibens der Krankenkasse Widerspruch gegen diesen Bescheid einzulegen. Nutzen Sie diesen Widerspruch und scheuen Sie sich nicht. Sie haben das Recht auf Unterstützung.

Wichtige Hinweise für Ihren Antrag:

Unterschriftsberechtigt bzw. Vollmacht
Der Antrag auf einen Pflegegrad muss zwingend vom Versicherten selbst, beziehungsweise dem gesetzlichen Vormund/Betreuer unterschrieben werden. Nur dann wird der Antrag bearbeitet und Sie verlieren keine Zeit mit einer erneuten Antragstellung. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie frühzeitig die Pflegeversorgung klären und eine Betreuungsvollmacht, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung vorliegen haben. Unabhängig vom Alter kann jeder in eine Situation kommen, in welcher er nicht mehr selbst entscheiden kann.

Leistungen werden rückwirkend gewährt
Von der Antragsstellung bis zur Entscheidung der Pflegekasse über einen Pflegegrad, können ein paar Wochen vergehen. Deshalb wichtig für Sie: Wird Ihnen ein Pflegegrad genehmigt, werden die Leistungen rückwirkend zum Antragsdatum gewährt.

Gesetzliche Fristen für die Pflegekasse
• Binnen zwei Wochen muss die Pflegekasse einen Gutachtertermin ermöglichen
• Innerhalb von 25 Arbeitstagen muss durch die Pflegekasse entschieden sein, welcher Pflegegrad vorliegt - Entscheidend ist hier der Posteingang des Antrags bei der Pflegekasse
• In akuten Fällen wie z.B. bei einem Eilantrag ist die Entscheidung binnen einer Woche fällig - Entscheidend ist hier der Posteingang des Antrags bei der Pflegekasse
• Sollte die Pflegekasse dieser Pflicht nicht nachkommen haben versicherte Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 70 Euro für jede angefangene Woche der Verzögerung

 

Meine pflege info Tipp
Sofortmaßnahmen
Von der Feststellung der Pflegebedürftigkeit/eines Pflegegrads bis zum gut organisierten Pflegealltag können einige Wochen vergehen. Folgende Aufgaben können Sie sofort und mit wenig Aufwand erledigen:
• „Stolperfallen“ entfernen - Teppiche, Läufer, Bettvorleger usw. können gefährliche Stürze verursachen. Entfernen Sie jegliche Stolperfallen
• Hausnotruf installieren - ein Hausnotruf stellt im Notfall per Knopfdruck einen direkten Sprachkontakt zu einem Bereitschaftsdienst her. Je nach Anbieter und Wunsch kommt der Notdienst auch automatisch, wenn eine Bestätigungstaste 24 Stunden nicht gedrückt wurde. Meine-Pflege-Info.de unterstützt Sie bei der Auswahl des richtigen Anbieters – hier geht es zum Hausnotrufvergleich.
• Hilfsmittel besorgen - benötigen Sie Gehhilfen, ein Pflegebett oder andere Hilfsmittel?
Ihr Arzt wird ihnen die Benötigten Hilfsmittel verschreiben (Rezept) mit dem Sie zu einem Sanitätshaus ihrer Wahl gehen.

Eilantrag auf Pflegegrad – Der Sozialdienst im Krankenaus
Wenn sie selbst oder ein Angehöriger noch im Krankenhaus liegt oder nach einer Operation sichtlich für mindestens 6 Monate nicht mehr allein zurechtkommt und schnell Pflegeleistungen benötigt, dann können Sie einen Eilantrag auf einen Pflegegrad stellen.
Nutzen sie hierzu bitte den Sozialdienst im Krankenhaus, der wird sie bei dem Pflegegrad Eilantrag unterstützt.
Nachdem ein vorläufiger Pflegegrad bewilligt wurde, was im Übrigen immer der Pflegegrad 2 ist, Überprüft ein Gutachter erst im Nachhinein den tatsächlichen Pflegegrad und nimmt etwaige Veränderungen vor.

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